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Projekt «Wasaba»
Centre for Conservation and Research
Circus Knie
8640 Rapperswil SG


Detaillierte Informationen über das Schutzprojekt:
www.ccrsl.org

 

«Wasaba» – ein Projekt zum Schutz des Asiatischen Elefanten

Sri Lanka – der 65000 Quadratkilometer grosse Inselstaat im Indischen Ozean – ist für mehr als 20 Millionen Menschen und rund 4000 frei lebende Elefanten ein räumlich begrenztes Habitat.


Kultur und Religion verbinden seit Jahrtausenden die Einwohnerinnen und Einwohner des Landes mit der Tiergestalt Elefant. Dennoch: Das anhaltende Bevölkerungswachstum und die expandierende Landwirtschaft bewirken, dass immer mehr Flächen des ursprünglichen Lebensraumes für die restlichen Elefantenpopulationen verloren gehen. Was zur Folge hat, dass die wehrhaften Tiere Felder zerstören und Häuser beschädigen, in denen die eingebrachte Ernte aufbewahrt wird. Ein ungelöster Konflikt, der jedes Jahr durchschnittlich 150 Elefanten und 50 Menschen das Leben kostet.

Dass eine Umsiedlung der Elefantenherden in die bestehenden Nationalparks keine Lösung des Problems ist – zwei Drittel aller Tiere leben schon heute ausserhalb der Parkgrenzen –, wissen Jennifer Pastorini und Prithiviraj Fernando nur zu gut. Das seit 15 Jahren in Sri Lanka tätige Forscherpaar hat erkannt, dass andere Massnahmen zum Erfolg führen könnten. Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die das von ihnen gemeinsam gegründete, in Rajagiriya domizilierte Centre for Conservation and Research zusammenträgt, helfen politische Strategien durchzusetzen, damit die Regierung ihre Elefanten auch in Bezug auf die Interessenwahrnehmung der betroffenen Menschen besser zu schützen vermag. Erklärtes Ziel ist es, den Elefanten wie den Bauern ein friedliches Nebeneinander fern von unter Schutz gestellten Reservaten zu ermöglichen.

Deshalb wollen Jennifer Pastorini und Prithiviraj Fernando herausfinden, warum welche Elefanten in welchem Lebensabschnitt und zu welcher Jahreszeit die Felder heimsuchen. Anders ausgedrückt, welche Auswirkungen der saisonale Anbau von Feldfrüchten, überhaupt ein Umdenken in der Landwirtschaft auf die Reaktionen der Herden haben. Zudem soll erforscht werden, welche Abwehrmethoden sich in der Praxis bewähren könnten.

Wilde Elefanten lassen sich nur beobachten und studieren, wenn die einzelnen Tiere zuvor mit einem Halsband, an dem ein GPS-Sender befestigt ist, versehen worden sind, damit der Aufenthaltsort jedes Individuums genau registriert werden kann. Dies ist die einzige effiziente Methode, die eine wirksame Implementierung nachhaltiger Schutzmassnahmen zulässt.

Der Circus Knie unterstützt den vom Centre for Conservation and Research initiierten Plan. Helfen Sie mit: Engagieren auch Sie sich für das Projekt zum Schutz des Asiatischen Elefanten in Sri Lanka. Vielen Dank.



Franco Knie      Fredy Knie jun.




«Wasaba» ist ein Elefantenbulle, der einen Sender am Hals trägt. Er und weitere Artgenossen können aufgrund der angewandten Fernfeldtelemetrie jederzeit auch in den undurchdringlichen oder schwer zugänglichen Waldgebieten geortet werden.